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Neue Publikationen der Umweltbibliothek Großhennersdorf!
Interviewband: „Versuche, in der Wahrheit zu leben.
DDR Südost – Nichtanpassung und Opposition in der Oberlausitz“
Tondokument: „Erste große Veranstaltung des „NEUEN FORUM“ in der Oberlausitz – Der Gemeindeabend am 19. Oktober 1989 in Zittau."
Tondokument: „Erste große Veranstaltung des „NEUEN FORUM“ in der Oberlausitz – Der Gemeindeabend am 19. Oktober 1989 in Zittau."
Die Friedliche Revolution 1989/90, der Fall der Mauer und die Wiedervereinigung Deutschlands sind keine Ereignisse die vom Himmel gefallen sind. Sie hatten ihre Vorgeschichte, die mindestens ab dem Jahre 1978 auch Spuren in unsere Region hinterließ.
Nachdem wir uns mit dieser These schon in ihrer Ausstellung „Versuche, in der Wahrheit zu leben. Widerständiges Leben in der Oberlausitz. 1978-89“ auseinandergesetzt hat, veröffentlichen wir nun zwei weitere Publikationen:
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1. „Versuche, in der Wahrheit zu leben. DDR Südost –

Nichtanpassung und Opposition in der Oberlausitz“
- Interviewband
Autor: Arnaud Liska; Neisse Verlag, Dresden 2009,
ISBN 978-3-940310-87-3, Preis: 24,80 EUR
- 33 Zeitzeugeninterviews (Inhalt >>> PDF, 63 KB)
- Porträts oppositioneller Gruppen und Initiativen
- drei Bildteile
- Personen- und Ortsregister (>>> PDF, 49 KB)
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2. „Erste große Veranstaltung des „NEUEN FORUM“ in der Oberlausitz –
Der Gemeindeabend am 19. Oktober 1989 in Zittau.
Organisation: Initiativgruppe NEUEN FORUM Oberlausitz“
– ein Tondokument
- Vorwort >>> PDF, 90 KB
- Inhalt >>> PDF, 89 KB
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Der Interviewband mit ehemaligen Oppositionellen und das vorliegende Tondokument der ersten großen Veranstaltung des NEUEN FORUM in der Oberlausitz, der politischen Plattform für die ersten beiden Phasen der Friedlichen Revolution, sind ein weiterer Beleg für obige These.
Sie sind auch Belege dafür, dass unsere Region nicht allein ein Tal der Ahnungslosen war. Es gab Gruppen und Akteure, die seit Ende der 70er Jahre vernetzt waren und deren Wege und Kontakte schon lange vor 1989, besonders in die vorrevolutionären Zentren, wie Leipzig und Ostberlin, belastbar und angstfrei waren.
Die Leser und Hörer lernen Menschen kennen, die den weitgehend noch im dunklen liegenden Vorbereitungsjahren und der Revolution selbst ihren Namen gegeben haben. Es werden Menschen gewürdigt, die durch ihren Mut und ihr Engagement Beispiele sind, für den Weg zur Freiheit. Sie sprechen direkt zu uns und wir können sowohl ein Gefühl bekommen für die Stimmungslage in der DDR ab Ende der 70er Jahre, können uns hineinversetzen in die Gedanken- und Ideenwelt der Unzufriedenen und derer, die die Verhältnisse nicht bereit waren hinzunehmen, bis zu den emotional groß aufgeladenen Zeiten der Friedlichen Revolution.
Auf Veranstaltungen, wie der am 19. Oktober 1989 in Zittau, begann überall im Land eine kurze aber folgenreiche Beziehung zwischen diesen Oppositionellen und großen Teilen der Bevölkerung, die den Weg frei machte, für die Beseitigung der Diktatur und die Wiedervereinigung Deutschlands. So waren dem Aufruf der Organisatoren in Zittau, ohne jede Veröffentlichungsmöglichkeit, 10.000 Menschen gefolgt. Deren Beifall und gespannte Aufmerksamkeit gaben der Idee einer friedlichen, weitestgehend gewaltfreien Revolution die erste Gestalt, die sich letztendlich auch durchsetzte.
Dies dürfte auch für Jüngere, deren eigene Erinnerungen nicht mehr soweit zurückreichen, den Zugang erleichtern.
Es wird nachvollziehbar, dass der Weg zum Herbst 1989 sehr schwer und widersprüchlich war, aber es sich bei der Revolution selbst um einen relativ kurzen aber äußerst intensiven Prozess handelte, der den Protagonisten eine Lernfähigkeit abverlangte, die wir angesichts unserer heutigen Probleme oft sehr vermissen.
Beide Publikationen können über uns bezogen werden. >>>


