Unabhängige Archive
Das Archiv der Umweltbibliothek Großhennersdorf gehört zu den Projekten, die sich im Verbund "Unabhängige Archive zur Aufarbeitung der DDR-Geschichte" zusammengeschlossen haben.
Die Robert-Havemann-Gesellschaft wurde 1990 gegründet, um Geschichte und Erfahrungen der Opposition und Bürgerbewegungen in der DDR und Osteuropas zu vermitteln. Zu dieser Thematik werden Publikationen und Dokumentationen erarbeitet sowie Seminare und Veranstaltungen organisiert.
Das Robert-Havemann-Archiv wurde im Mai 1994 eröffnet. Sammelschwerpunkte sind Robert Havemann und die Bürgerbewegung ab 1989. Die Bestände stehen der Wissenschaft und der Öffentlichkeit zur Verfügung.
1992 wurde das Matthias-Domaschk-Archiv als unabhängiger Bestandteil der „Umweltbibliothek Berlin" gegründet. Es gliederte sich 1993 der „Robert-Havemann-Gesellschaft e.V." an. Mit der Namenswahl soll die Erinnerung an die Opfer des SED-Regimes wachgehalten werden. Schwerpunkte sind die Sammlung und Archivierung von Materialien der Opposition und ergänzend dazu Unterlagen der Repressionsorgane der DDR. Umfangreiche Materialbestände liegen besonders aus den 70er und 80er Jahren vor.
Das Archiv Bürgerbewegung Leipzig e.V. sammelt die hinterlassenen Selbstzeugnisse Der DDR-Opposition der Bürgerbewegungen und der in den Jahren 1989/90 entstandenen Bürgerinitiativen und Parteien, um diese zu sichern, dauerhaft aufzubewahren, zu erschließen und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Der Verein führt Veranstaltungen und Ausstellungen zur politischen Bildung durch.
Der Zeit-Geschichte(n) e.V. wurde 1995 in Halle gegründet. der Verein hat eine eigene Bibliothek, sammelt Zeitzeigenberichte und Dokumente erlebter Geschichte.Persönliche Erfahrungen sind genauso gefragt, wie wissenschaftliche Forschungen und dokumnetarische Recherchen. Geschichte wird nicht als „beschlossene Sache" und schon gar nicht als „geschlossene Akte" angesehen, sondern als Prozeß, der bis in die Gegenwart wirksam und spürbar bleibt.
Das Martin-Luther-King-Zentrum für Gewaltfreiheit und Zivilcourage e.V. in Werdau möchte angesichts zunehmender Radikalisierung und Gewalt in unserer Gesellschaft das Erbe Martin Luther Kings und anderer Vorbilder für gewaltlose Konfliktlösungen bewahren, für die heutige Situation in Deutschland aktualisieren, selbst anwenden und weitervermitteln. Das Archiv der Bürgerbewegung Südwestsachsen sammelt Dokumente der Bekennenden Kirche während des Nationalsozialismus und der DDR-Bürgerbewegung.
Über eine nichtstaatliche Frauenbewegung in der DDR ist wenig bekannt. Dabei arbeiteten Frauen und Frauengruppen in unterschiedlichen Zusammenhängen zu Frauen bewegenden Fragen und gesellschaftlichen Utopien. Diese vielschichtige Bewegung aus der Grauzone herauszuheben und öffentlich sichtbar zu machen ist das Bestreben der Dokumentationstelle Archiv-Grauzone.
Das Hannah-Arendt-Institut für Totalitarismusforschung e.V. an der TU Dresden wurde 1993 auf Beschluß aller Fraktionen des Sächsischen Landtages gegründet und wird aus Mitteln der Sächsischen Staatsregierung finanziert.
Aufgabe der seit 1998 in Berlin arbeitenden Stiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur ist, die Erinnerung an das geschehene Unrecht und die Opfer wachzuhalten sowie den antitotalitären Konsens in der Gesellschaft, die Demokratie und die innere Einheit Deutschlands zu fördern und zu festigen. Zu diesem Zweck fördert die Stiftung entsprechende Projekte und Institutionen, initiiert Veranstaltungen und sammelt Literatur und Materialien zur DDR-Geschichte und der Opposition.

